Robby war weiß mit gestromten Backen und Ohren. Anders als Axel zuvor hatte Robby vollen Familienanschluß.

Er war ein niedlicher Welpe und wurde von uns allen verwöhnt. Das rächte sich, als er erwachsen wurde. Er gehorchte nicht und zog beim Spazierengehen an der Leine. Uns wurde bald klar, daß wir Hilfe bei seiner Erziehung brauchten.


Im August 1981 erfuhr ich von einer Bekannten, daß es einen Boxer-Klub gibt. Am 04.08.1981 fuhren meine Mutter (ich besaß noch keinen Führerschein), Robby und ich zum ersten Mal zum Übungsplatz der Gruppe Aurich. Wir wurden von den meisten Mitgliedern herzlich aufgenommen und fühlten uns dort sofort sehr wohl. Trotz der Widerstände einiger Gruppenmitglieder wegen Robbys Fehlfarbe trat ich im November in die Gruppe ein.

Robby und ich arbeiteten sehr fleißig. Wir ließen kaum eine Übungsstunde aus. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. Bereits im März 1982 legten wir die erste Schutzhundprüfung (SchH1) ab. Ein Jahr später schafften wir die SchH2.

Aufgrund meiner schulischen und beruflichen Ausbildung hatte ich bald keine Zeit mehr, so daß ich begann, den Hundesport zu vernachlässigen. Im November 1983 lernte ich meinen jetzigen Mann Holger kennen. Nun mußte ich meine wenige Freizeit zwischen Holger und Robby aufteilen. Nach meiner Ausbildung 1987 zog ich zu Holger nach München. Robby blieb bei meinen Eltern.

Obwohl ich jahrelang nicht an Hundehaltung denken konnte, habe ich meine Mitgliedschaft im Boxer-Klub nie aufgegeben. Tief in meinem Herzen wußte ich genau, daß ich irgendwann wieder einen Boxer besitzen und ausbilden würde.

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