1974 beschlossen meine Eltern, sich für ihre Tankstelle einen Wachhund anzuschaffen. Dieser Wachhund sollte folgende Eigenschaften besitzen: mittelgroß, kräftig, pflegeleicht und furchteinflößend. In einem privaten Tierheim wurden sie fündig, und so zog der goldgestromte Boxerrüde Axel bei uns ein. Er erfüllte fast alle Vorstellungen meiner Eltern, nur furchteinflößend war er nicht. Er war freundlich zu allen Menschen. Daher beschlossen meine Eltern, ihn zum Wachhund ausbilden zu lassen. Sie selbst hatten keine Ahnung von Hunden und waren froh, daß ein Auricher Boxerzüchter sich bereit erklärte, Axel auszubilden.

Nach ein paar Tagen kam Axel von dem Ausbilder zurück. Er war wie ausgewechselt und ließ sich nicht mehr von Fremden anfassen. Schon bald war er in der Nachbarschaft gefürchtet. Er wirkte auf viele Leute, einschließlich meiner Mutter, meinen beiden Brüdern und mir jetzt tatsächlich furchteinflößend. Erst viele Jahre später überwand ich meine Angst vor Axel und traute mich, ihn anzufassen.

Im Sommer 1980 stellte ein Tierarzt bei Axel unheilbaren Krebs fest. Axel lebte zwar noch ein paar Jahre, aber meine Eltern wollten rechtzeitig für Ersatz sorgen. Sie wandten sich an den Boxerzüchter, der damals Axel ausgebildet hatte. Am 12.08.1980 fiel der R-Wurf im Zwinger vom Regenbogen. Im Oktober kam der einzige Rüde aus diesem Wurf zu uns: Robby vom Regenbogen.

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